[Rezension]Der Märchenerzähler – Antonia Michaelis

Der Märchenerzähler – Antonia Michaelis

 

inhalt

Anna ist in ihrem letzten Schuljahr, das Abitur steht vor der Tür und sie hat schon Zukunftspläne, möchte für ein Jahr als Au-Pair nach England. Sie ist in einem wohlhabenden, liebenden Elternhaus aufgewachsen und kein typischer Teenager, denn im Vergleich zu ihren Mitschülern, die gern trinken und Party machen, sieht sie sich mit den Problemen des Lebens und der Welt konfrontiert, ist sehr nachdenklich und in sich gekehrt.
Als sie eines Tages nichtsahnend unter dem Sofa im Kollegstufenzimmer eine Puppe findet, spricht sie zum ersten Mal mit ihm – Abel. Außenseiter an der Schule, von allen nur den „polnischen Kurzwarenhändler“ genannt, der die Leute mit Stoff versorgt, mit dem aber niemand ernsthaft etwas zu tun haben möchte. Außer Anna.

meinung

Dieses war mein erstes Buch von Antonia Michaelis, und bevor ich das Buch las, wurde mir schon von mehreren Menschen gesagt, sie habe einen ziemlich poetischen Schreibstil und ich dachte, das würde absolut nicht mein Fall sein.
Auch beim Lesen des Prologs hatte ich dann das Gefühl, dass könnte schwierig werden für mich, aber wie sich herausstellte, war das überhaupt nicht mehr der Fall, im Gegenteil. Hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt, kann man wunderbar in die Geschichte eintauchen und er hat mir sogar total gut gefallen, weil er einfach so perfekt zum Buch passt.
Er passt auch wunderbar zu den Charakteren, denn oft ist der Schreibstil ziemlich melancholisch, wie auch die Protagonisten – vor allem Anna – es sind.
Dieses Buch wird als „Thriller“ bezeichnet, und das stimmt auch, aber für mich war es viel mehr.
Die Geschichte um Anna und Abel war einfach wahnsinnig schön und gleichzeitig so herzzerreißend und hatte für mich sogar etwas von Shakespeare’s „Romeo und Julia“ – 2 Menschen aus Schichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber dennoch vieles für ihre Liebe in Kauf nehmen. Das mag vielleicht etwas weit hergeholt sein, aber ich empfinde es so. 🙂

Auch das Märchen, das sich durch das gesamte Buch zieht, ist so perfekt mit der Handlung des Buches verknüpft. Es ist wunderschön verpackt, erzählt für Abels kleine Schwester Micha, mit typischen Märchenfiguren wie Prinzessinnen oder Einhörnern geschmückt, aber trotzdem mit einem sehr ernsten Inhalt, der die kleine Micha warnen soll und man als Leser ist, wie es sich für einen Thriller gehört, am Rätseln und Nachdenken, was da genau wie passiert ist oder passieren wird.
Ich würde so gern noch viel mehr über dieses Buch sagen, weil es einfach wundervoll ist – es ist Thriller, Drama, Romanze, hat definitiv eine dunkle Seite, handelt von ernsten Themen und trotzdem von Märchen. Aber schließlich sollt ihr es ja selber noch lesen. 😉
Ich für meinen Teil kann nur sagen, das Buch hat mich wahnsinnig positiv überrascht, für mich als hoffnungslosen Romantiker definitiv ein 5-Sterne-Buch, weil es so vieles auf einmal für mich ist.
Eine absolute Empfehlung meinerseits! 🙂

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Ein Kommentar zu “[Rezension]Der Märchenerzähler – Antonia Michaelis

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